Radiosendungen

Die telefonische Mordsberatung auf WDR5

Am 27. Oktober war es wieder soweit. Die telefonische Mordsberatung heckte diesmal in Holzwickede ihre Plots aus. Mit dabei waren diesmal Reinhard Jahn, Ulrich Noller und Ingrid Müller-Münch. Moderation Thomas Hackenberg. Redaktion Petra Brandl-Kirsch. Wer die Sendung nachhören möchte oder an der Liste der vorgestellten Krimis interessiert ist, sollte WDR5, anklicken, dort auf Die telefonische Mordsberatung gehen und schon hat er alles, was er sich wünscht

WDR5, Scala, Service-Krimi

Am 16.10.2012 stellte ich folgende Krimis auf WDR5, Scala, im Service-Krimi vor:

Pierre Simenon: „Im Namen des Blutes“, Limes, 8/2012, Ü. franz. K. Schatzhauser, ISBN 9783809026204

Ein Autor tritt aus dem Schatten seines berühmten Vaters. Pierre, der Sohn von George Simenon hat spät aber Gottseidank dennoch einen Krimi geschrieben, der es in sich hat. Und der nichts aber auch gar nichts gemein hat mit dem eher betulichen Kommissar Maigret seines Vaters. Es geht um historische Millionenschiebereien, um heutige Bankgeschäfte und um Banker, die um ihr Renommé kämpfen. Gut, dass Pierre seinen eigenen Stil fand. Fantastisch, dass er dies in Form eines Krimis tut.

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Lilian Faschinger: „Die Unzertrennlichen“, Zsolnay, 19,90 Euro, 2012, ISBN 055773

In ihrer Jugend waren sie ein unzertrennliches Gespann. Doch dann wurden die Sängerin Regina und  der Kinderarzt Stefan ein Paar. Gerichtsmedizinerin Sissi blieb außen vor. Doch dann verschwindet Regina im Meer der Adria – und Sissi nimmt ihre Stelle ein. Dass das nicht gutgehen kann, denkt sich der Leser bald. Und erlebt mit, wie der schöne Schein einer lebenslangen Freundschaft bröckelt. Ein Leseschmaus mit saukomischen Dialogen für all jene, die beim Krimi aufs Blut verzichten können. Und die es dennoch gerne gruselt.

Mit Rohrstock und Kleiderbügel / SWR2 / Tandem

Aus aktuellem Anlass Wiederholung der Sendung vom 14.10.2010. Bei Tandem, SWR2, 24,24 Minuten, Sendung am 17.8.2012.

Hafturlaub für Lebenslängliche

In einem Gespräch auf WDR5 / Neugier genügt, habe ich die Diskussion über den von zehn Bundesländern vorgelegten Musterentwurf für ein neues Strafvollzugsgesetz kommentiert. Dreh- und Angelpunkt war hierbei die Frage: Ist der in diesem Gesetzesentwurf vorgesehene § 38 III sinnvoll oder unerträglich. Er sieht vor, dass zu lebenslanger Haft verurteilte Straftäter zukünftig unter Umständen schon nach fünf Jahren ihren ersten Antrag auf einen dreiwöchigen Langzeiturlaub stellen können. Bislang war dies erst nach zehn Haftjahren, in Bayern nach zwölf,  möglich. Ich befürworte ein solches Gesetz, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass derartige Anträge sorgfältig geprüft werden. Infrage für eine solch vorzeitige Haftverschonung von 21 Tagen pro Jahren kämen sowieso nur Täter, die der Allgemeinheit nicht mehr gefährlich würden. So zum Beispiel die wegen Mordes an ihrem Ehemann verurteilte Frau, die den verhassten Partner umbrachte, nachdem er sie jahrelang gequält hatte. Und bei der es so gut wie kein Rückfallrisiko gibt. Sinn des vorgezogenen Hafturlaubs wäre es, einem solchen Menschen die Möglichkeit zu geben, Kontakt zu Familie oder Freunden aufrecht zu erhalten. Eine, nach Ansicht von Kriminologen, wesentliche Unterstützung bei der angestrebten Resozialisierung auch von zu lebenslanger Haft verurteilten Straftätern.

Nachkriegskinder – die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter

WDR5, Neugier genügt, Vorbereitung der Redezeit vom 22.11.2011,  über Sabine Bodes bei Klett-Cotta erschienenes neues Buch.

Gänsehaut, der Krimitipp

WDR5, 8.9.2011 Ulrich Noller und Ingrid Müller-Münch stellen Krimis vor

Die telefonische Mordsberatung

WDR5, 27.8.2011, Live Sendung mit Hörerbeteiligung. Redaktion Petra Brandl-Kirsch, Moderation Thomas Hackenberg. Mitdiskutieren: Manfred Sarrazin und Reinhard Jahn. Die Liste der vorgestellten Bücher sind im Internet unter WDR5, Sendungen, Die telefonische Mordsberatung nachzulesen.

Schmerzensgeld für einen Mörder?

War es richtig, dass dem Kindesmörder Gäffgen eine Entschädigung zugesprochen wurde? 40 Minuten lang wird hierüber mit Hörern diskutiert auf WDR5, Neugier genügt, Tagesgespräch, 5.8.2011

Scala Krimi-Service

WDR5, Scala Krimi-Service 2.8.2011, Redaktion Ruth Dickhoven

Jan Costin Wagner: „Das Licht in einem dunklen Haus“, Sperrfrist 21.7.2011, Galiani Berlin, (Kiepenheuer & Witsch Köln), ISBN 86971-016-7 Ein Meisterstück skandinavischer Melancholie von einem deutschen, mit einer Finnin verheirateten Autor, der für seine Bücher hoch dekoriert wurde. Und dem es gelingt, mit Leichtigkeit und zarten Tönen seine Figuren zum Schwingen und zum Leben zu erwecken.

Carlos Salem: „Wir töten nicht jeden“, dtv, 2011, 8,95 Euro, übers spanisch Ilse Layer, ISBN 21302-8 Endlich mal wieder Spannungsliteratur aus Spanien, wenn auch eher eine als Krimi getarnte Schmonzette. Die Geschichte über einen biederen Familienvater im Campingurlaub, der eigentlich ein Auftragskiller ist, eignet sich hervorragend als Pageturner für den Strand. Urlauber sollten sich schonmal darauf einstellen, dass nicht längst jeder schnarchende Nachbar in seinem Wohnwagen so harmlos ist, wie er sich nach außen hin gibt.

 

 

 

René Kollo: Der kleine Tannhäuser

WDR5, Scala, Buchbesprechung, 26.7.2011 Redaktion: Frank Höller

Muss ein Operntenor vom Kaliber René Kollos Krimis schreiben? Muss er nicht, meint Ingrid Müller-Münch, er sollte lieber singen.