Radiofeature

Die Angst der Richter im Gerichtssaal

Redaktion Dr. Ingrid König. Neugier genügt, 18-Minuten-Feature über Gewalt im Gerichtssaal. Sendetermin: 7.2.2012

Im Dachauer Amtsgericht sah alles an diesem 11. Januar 2012 nach einem Routineverfahren aus. Doch nachdem ein Angeklagter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, zog der 54-jährige eine Waffe und zielte auf den Richter. Der konnte sich ducken, stattdessen wurde der Staatsanwalt tödlich getroffen. Dieser Dachauer Todessschuss  war kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor Gericht  zu Schüssen, Messerattacken und körperlichen Übergriffen. Wie gefährlich leben eigentlich Richter, wollte Ingrid Müller-Münch wissen, und befragte  hierzu Strafkammervorsitzende und Richter an Amts- und Landgerichten. Die meisten ihrer Interviewpartner  zogen es vor, anonym zu bleiben.

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Zwischendurch hatte ich Tränen in den Augen

Am 31.1.2012 sendete “Neugier genügt”, WDR5, so ab 10.05 Uhr, Wiederholung 23.05 Uhr, ein 18-minütiges Feature über Demütigungen in Jobcentern und warum das so ist.
Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück. In manchen Branchen gibt es sogar einen regelrechten Fachkräftemangel. Doch nicht jeder Arbeitslose kann vermittelt werden. Allein in Köln beträgt die Arbeitslosenquote immer noch neun Prozent. Viele sind längst zu Hartz-IV-Empfängern geworden und müssen sich regelmäßig bei den Jobcentern melden. Wie schwer ihnen dies fällt, wie demütigend dieser Gang für so manch einen ist, wie unqualifiziert oft die Beratung ausfällt und warum dies so ist zeigt die folgende Reportage von Ingrid Müller-Münch. Sie sprach nicht nur mit Hartz-IV-Empfängern sondern auch mit Sachbearbeitern der Jobcenter, die ihren Arbeitsalltag schilderten – anonym, aus Angst vor Kündigungen.

Videovernehmungen

WDR5, Neugier genügt, 27.10.2011Redaktion Dr. Ingrid König

Videoüberwachte Polizeivernehmungen

Ob es sich um Mord handelt, um Totschlag, Raub oder Körperverletzung – die  Vernehmung des Täters, die Aussagen der Zeugen vor der Polizei stellen die Weichen im Strafprozess. Der Beschuldigte aber auch der Zeuge – beide sitzen sie einem Polizeibeamten gegenüber, der ihre Aussagen protokolliert. Strafverteidiger halten das für fehleranfällig, altbacken, vorsintflutlich, längst überholt. Sie fordern, dass derartige Vernehmungen per Video aufgezeichnet werden – vor einigen Wochen erst in Berlin auf einer Veranstaltung des Deutschen Anwaltsvereins, im Beisein führender Bundespolitiker.  Vor allem die Polizisten wehren sich vehement dagegen. Ingrid Müller-Münch hat die Kontrahenten hierzu befragt und stieß auf berechtigt erscheinende Forderungen, aber auch auf Misstrauen und Ablehnung. Weiterlesen

Das schlimmste ist die Gier

WDR5, Neugier genügt, 18-Minuten-Feature, 4.11.2011 Redaktion Dr. Ingrid König

 

Im Bahlsen-Keks-Imperium hing der Haussegen schief. Bei den Wagners in Bayreuth beharkte man sich öffentlich. Und zum  adligen Bismarck-Clan musste gar die Polizei wegen eines in Handgreiflichkeiten ausgearteten Familienstreits anrücken. Anlass für den Unfrieden war jedesmal die Frage, wer wird wieviel vom Erbe bekommen. In all diesen Fällen ging es um Millionen, wenn nicht gar Milliarden, um Macht und Besitztümer. Doch wie sieht es aus, wenn die Erben weniger prominent sind, das zu vererbende Vermögen überschaubar ist? Im vergangenen Jahr wurden, laut einer vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Postbank durchgeführten Studie über 220 Milliarden Euro in Deutschland vererbt, meist von Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten. Bei jeder sechsten dieser Erbschaften kam es bislang zum Streit. Anlass hierfür: Hinterbliebenen fühlten sich benachteiligt. Muss das sein, wollte Ingrid Müller-Münch, von zwei Erben wissen und erkundigte sich vorsichtshalber noch bei einem Psychologen und Familientherapeuten nach dem emotionalen Hintergrund dieser oft an Kleinigkeiten entflammten Fehden.

 

Kellner

WDR5, Neugier genügt, Feature 18 Minuten, 21.7.2011, Redaktion Dr. Ingrid König

 

Es ist Sommer. Die Sonne scheint. Draußen, vor Restaurants und Kneipen stehen Tische und Stühle. Kellner, mit Tabletts beladen eilen geschäftig hin und her. Keiner beachtet sie weiter, außer ein Gast hat einen Wunsch, will etwas bestellen, verlangt die Rechnung. Wie geht es diesen Kellnern in ihrem Job? Wie ist ihr Verhältnis zu ihrer Kundschaft? Fühlen sie sich gut genug bezahlt oder eher missachtet? Ist ihr Beruf anstrengend oder macht er auch Spaß? Ingrid Müller-Münch hat hierzu eine Wirtin interviewt, die ihr Restaurant inzwischen aufgegeben hat. Sie hat mit einer jungen Frau gesprochen, die sich ihr Studium durch kellnern verdient. Und sich bei einem Köbes danach erkundigt, wie das raue Klima in einem Brauhaus bei Bedienung und Publikum ankommt. Ein Gewerkschafter liefert zu all dem ein paar Daten und Zahlen.

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Mitgehangen – Mitgefangen

SWR2, Redaktion Leben, 25 Minuten, 6.6.2011Redaktion: Nadja Odeh

Mitgehangen – Mitgefangen  – Eine Bedarfsgemeinschaft und die Folgen

Stadtführung auf den Spuren der Berber

WDR5, OASE, 5.8.2011, Redaktion: Dr. Ingrid König

Die Großstadt – aus dem Blickwinkel eines Obdachlosen

Eine Stadtführung durch Köln der ganz anderen Art. Diesmal geht es zwar auch um Sehenswürdigkeiten, weder der Dom noch das Römisch-Germanische Museum werden ausgelassen, doch sie alle werden unter einem besonderen Aspekt betrachtet: Einmal aus der Sicht des Stadthistorikers und Publizisten Martin Stankowski, einmal aus der seines Reisebegleiters,  des ehemaligen Obdachlosen Reiner Nolden.

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Die Deutschen – von außen betrachtet

WDR5, OASE, 10 Minuten, 21.5.2011, Redaktion Dr. Ingrid König

Was ist typisch deutsch? Gibt es so etwas überhaupt? Und wenn ja, ist es liebenswert oder abstoßend? Kann man sich als Zugezogener aus einer anderen Kultur hieran gewöhnen? Oder stößt es einem immer wieder auf? Ingrid Müller Münch hat sich auf die Suche nach Antworten begeben und ist dabei auf Klischees aber auch auf Überraschendes gestoßen.

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Die globalisierte Familie / WDR5 / Neugier genügt / 18. Min. Feature / 24.5.2011

Redaktion Dr. Ingrid König

Um Bruder oder Schwester zu sehen, Vater oder Mutter zu treffen, müssen immer mehr Menschen ins Flugzeug steigen und um die halbe Welt jetten. Familien leben heutzutage nicht mehr zwangsläufig in der gleichen Stadt,  die neuen Wohnorte liegen in Australien oder China. Gemeinsame Weihnachtsfeste oder Geburtstagsfeiern finden deshalb nur selten statt. Dennoch haben sie sich nicht aus den Augen verloren, verstehen  sich durchaus  als Familie. Ingrid Müller-Münch sprach mit vier Personen, die für eine herzliche Umarmung ihrer Angehörigen einmal um die halbe Welt reisen müssen.

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WDR5, Neugier genügt, Feature 18 Min, Leben in einer Bedarfsgemeinschaft, 29.3.2011

Leben in einer Bedarfsgemeinschaft

Redaktion Dr. Ingrid König

Zwei Menschen ziehen zusammen. Katharina  ist selbstständig, Michael arbeitslos, bezieht  Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt. Nachdem die beiden ein Jahr zusammen gelebt haben, bilden sie laut dem Zweiten Sozialgesetzbuch eine sogenannte „Bedarfsgemeinschaft“. Das bedeutet, dass nicht nur der arbeitslose Michael mit der Arbeitsagentur, der sogenannten ARGE, zu tun hat, sondern auch seine Partnerin ebenfalls mit all den Einschränkungen konfrontiert wird, die der Kontakt zur ARGE so mit sich bringt. Ingrid Müller-Münch hat sich von dem 47-jährigen Großhandelskaufmann Michael und der  31-jährigen selbstständig tätigen Sprachenlehrerin Katharina schildern lassen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben, auf ihre Beziehung hat. Die Bremer Rechtswissenschaftlerin Ursula Rust liefert hierzu den sachlichen Hintergrund. Sie vertritt derzeit die Mutter in einer Patchworkfamilie, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Ungerechtigkeit der Bedarfsgemeinschaft klagt.