Allgemein

„Wenn die Frau das Geld verdient“, Daheim und unterwegs. TV-Sendung 23.9.2013

Daheim und unterwegs, WDR 3 TV, 12.8.2013 Kindererziehung

Auf der Basis von „Die geprügelte Generatioon“ wurde bei Daheim und unterwegs darüber diskutiert, ob es so etwas wie eine „gesunde Ohrfeige“ gibt. Live im Studio war ich dabei.

Die telefonische Mordsberatung auf WDR5. Ausgabe von August 2013

Diesmal traf sich das Kompetenz-Team in der Stadtbücherei von Dortmund. Mit dabei, wie üblich: Reinhard Jahn, Ulrich Noller, Ingrid Müller-Münch. Moderation Thomas Hackenberg. Redakteurin: Petra Brandl. Nachzuhören unter www. mordsberatung.de. Dort finden Sie auch die Liste der von uns vorgestellten Krimis.

Krimi-Service auf Scala bei WDR5, 20.8.2013

 

Redaktion Ruth Dickhoven:

Joy Castro: „Tödlicher Sumpf“, dtv, 9,95 Euro, Ü. amerk. Susanne Wallbaum, 7/13, ISBN 423-21454-4

Zwei unterschiedliche Frauen treffen im New-Orleans nach dem Wirbelsturm Katrina aufeinander. In ihrem Debut gelingt es der Literaturdozentin Castro, mit Nola, der jungen Journalistin, eine wirklich schräge Type zu kreieren. Und eine wunderbare Hommage an ein blutendes New-Orleans zu schreiben. Spannend, liebevoll, ein fantastisches Debut.

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Hjorth&Rosenfeldt: „Die Toten, die Niemand vermisst“, 3. Fall für Sebastian Bergmann, rowohlt-polaris, 14,99 Euro, Ü. Schwed. Ursel Allenstein, 7/2013, ISBN 499267017

Die Gebirgstour von zwei Wanderinnen nimmt ein jähes Ende, als eine der beiden Frauen stürzt, dabei haltesuchend um sich greift und plötzlich einen menschlichen Knochen in der Hand hält. Der neueste Krimi des derzeit unbestritten besten schwedischen Top-Autorenduos steuert facettenreich zielgerade auf eine international verwickelte politische Katastrophe zu.  Ein absolutes Muss für Hjorth&Rosenfeldt-Fans.

 

WDR-TV Daheim und unterwegs12.8.2013

Fast zwei Stunden lang wurde ich immer wieder zum Thema Kindererziehung und zu meinem Buch „Die geprügelte Generation“ befragt.

„Füße im Farbtopf und Diskussionen ohne Ende“, SWR2, Tandem, 3.6.2013

 

1968 war die Zeit des Umbruchs. Der autoritäre Erziehungsstil war out. Freiheit für Kinder wurde propagiert. Man wollte die lieben Kleinen nicht wohlerzogen sondern freiheitsliebend und draufgängerisch. Die ersten „Kinderläden“ wurden gegründet. Waren die Kinder damals begeistert, endlich über Tische und Bänke springen zu dürfen? Oder sehnten sie sich nach ein wenig Struktur? Ingrid Müller-Münch befragt einen Vater zur Gründung dieser Kinderläden. Sie hat sich von zwei Erwachsenen schildern lassen, wie sie ihre damalige Kindheit in Erinnerung haben. 

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Feature über Leiharbeiter auf WDR5, Neugier genügt, 22.4.2013

Feature über „Leiharbeit“, 18 Minuten, Neugier genügt, Sendetermin: 22.4.2013

Redaktion Gesa Rünker  / Autorin Ingrid Müller-Münch
 

 

Leiharbeiter stehen an der untersten Sprosse der Einkommensskala. Sie verdienen – selbst wenn sie Vollzeit arbeiten – häufig so schlecht,  dass viele von ihnen vom Staat  mit Hartz-IV-Geldern unterstützt werden müssen. Durch undurchsichtige Werkverträge versuchen Arbeitgeber zusätzlich noch, den auch für Leiharbeiter geltenden Mindestlohn geschickt zu unterlaufen. Die Chance, dass Leiharbeiter verarmen, sind somit  drei- bis viermal höher als sonst in der Wirtschaft. Ingrid Müller-Münch hat mit Menschen gesprochen, die zwar schuften und rackern, aber dennoch auf keinen grünen Zweig kommen. Egal wohin man sie verleiht: ob auf eine Baustelle, in eine Putzkolonne oder zum Regaleinräumen in einem Supermarkt.

Redezeit über die Ermittlungen gegen KZ-Aufseher von Auschwitz, WDR5, Neugier genügt, 8.4.2013

Aus Anlass der Ermittlungen gegen 50 ehemalige KZ-Aufseher von Auschwitz schildere ich in einem Gespräch mit Jürgen Wiebeke, warum eine solche Fahndung erst seit 2009 überhaupt möglich ist. Redaktion: Ingrid König

Gegen ca. 50 ehemalige KZ-Aufseher wird ermittelt, WDR5, Morgenecho und Nachrichten, 6.3.2013

 

Gegen 50 ehemalige KZ-Aufseher des Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau soll demnächst wegen Beihilfe zum Mord ermittelt werden. Wie die WAZ von der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg erfuhr, sind den Ermittlern dort die Namen und Wohnorte der meist um die 90 Jahre alten Tatverdächtigen bekannt.  MüMÜ: Das ist eine Sensation. Bis zum Jahr 2009 ist niemals zuvor ein KZ-Aufseher vor einem deutschen Gericht allein wegen seiner Funktion und seiner damit einhergehenden automatischen Mitwirkung an Massenmorden angeklagt worden. Das änderte sich schlagartig durch den Prozess gegen den KZ-Wächter John Demjanjuk. Der ehemalige Wachmann des Vernichtungslagers Sobibor wurde 2011 als Teil der Vernichtungsmaschinerie wegen Beihilfe zum Mord verurteilt – ohne dass es eines Zeugen bedurfte, um ihm das nachzuweisen. Es reichte aus, dass der Wachmann zu einem bestimmten Zeitpunkt, zu dem Opfer vergast und getötet wurden, im KZ Aufsicht hatte und dadurch die Todesmaschinerie in Gang hielt. Seitdem ist das möglich, was jahrzehntelang versäumt wurde und nun von Ludwigsburg umgesetzt wird: KZ-Aufseher anzuklagen, ohne ihnen per Zeugen eine direkte Tatbeteiligung nachzuweisen.

Anhörung zum Gesetzentwurf über das Prozesskostenhilfe- + Beratungshilfegesetz.

Am 13.3.2013 fand im Rechtsausschuss die öffentliche Anhörung über den Gesetzesentwurf zur Änderung des Prozesskostenhilfe – und Beratungshilfegesetzes statt. Kurz vorher habe ich auf WDR5, Neugier genügt, erklärt, welch einschneidende Veränderungen zu Lasten der Ärmsten es nach sich zieht, wenn dieser Gesetzesentwurf in der vorliegenden Form durchkommt. Denn alles in allem geht es hier nur um eins: Um Einsparungen auf Kosten derjenigen, die sowieso schon ihre liebe Not haben, vor Gericht Gehör zu bekommen. Schon jetzt ist Prozesskostenhilfe für Anwälte mehr mit einem Ehrenamt, denn mit real ihren Sätzen entsprechenden Einnahmen verbunden. Dies alles soll noch enger, noch strenger gehandhabt werden. Demnächst kann also von einer immer wieder beschworenen Chancengleichheit vor Gericht überhaupt nicht mehr die Rede.