Ingrid Müller-Münch

Stadtführung auf den Spuren der Berber

WDR5, OASE, 5.8.2011, Redaktion: Dr. Ingrid König

Die Großstadt – aus dem Blickwinkel eines Obdachlosen

Eine Stadtführung durch Köln der ganz anderen Art. Diesmal geht es zwar auch um Sehenswürdigkeiten, weder der Dom noch das Römisch-Germanische Museum werden ausgelassen, doch sie alle werden unter einem besonderen Aspekt betrachtet: Einmal aus der Sicht des Stadthistorikers und Publizisten Martin Stankowski, einmal aus der seines Reisebegleiters,  des ehemaligen Obdachlosen Reiner Nolden.

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Scala-Krimi-Service

WDR5, 24.5.2011  Redaktion:  Sefa Suvak

Zwei Krimis werden vorgestellt, in beiden spielt Essen eine Rolle, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise. Im ersten stirbt ein Ermittler beinahe nach dem Verzehr einer Bratwurst mit scharfem französischem Senf und Sauerkraut. Im zweiten geht es um kulinarische Höhenflüge aus den Töpfen der Spitzenköche.

Leif GW Persson: „Der sterbende Detektiv“, btb, 14,99 Euro, Ü.schwed. Lotta Rüegger und Holger Wolandt, 2011, ISBN 753079

Per Zufall wird der einst legendäre Ermittler Lars Martin Johansson an seinem Krankenbett mit einem alten, ungeklärten Mord konfrontiert – und löst den Fall trotz all seiner Gebrechen. Wieder ein schwedischer Ermittler, der aus Altersgründen von seinem Autor aus dem Verkehr gezogen wird, allerdings mit einem grandiosen Abschiedsplot.

Tom Hillenbrand: „Teufelsfrucht“ – Ein kulinarischer Krimi, KIWI, 4/2011, 8,95 euro, ISBN 042870

In den Küchen der Sternerestaurants geht es brutal zu, die Konkurrenz drängt und zaudert nicht. Und wenn es ganz hoch her geht bei der Jagd nach dem ultimativen Kick auf dem Teller des Gourmets tropft auch schonmal etwas Blut in die Sauciere. Ein Debut, nach dem man gerne mit einer Currywurst von der Bude an der Straßenecke vorlieb nimmt.

Kachelmann-Prozess

Kommentar zu Gutachtern und zum Urteil SWR2 Kontext 30.5.2011, WDR5 Neugier genügt 27.5. + 31.5.2011

„Einmal waschen und legen, bitte“

6 and the City / Ein Literatur- und Theaterprojekt über Köln, Premiere am 30. Mai 2011 im Schokoladenmuseum /Weitere Vorstellungen: 35. Mai / 27. +  28. Juni/ 25. + 26. Juli / 29. + 30. August / 26. + 27. September / 24. + 25. Oktober / 28. + 29. November / 26. + 27. Dezember/ jeweils um 20 Uhr. Kartenverkauf über Bauturmtheater Weiterlesen

Die Deutschen – von außen betrachtet

WDR5, OASE, 10 Minuten, 21.5.2011, Redaktion Dr. Ingrid König

Was ist typisch deutsch? Gibt es so etwas überhaupt? Und wenn ja, ist es liebenswert oder abstoßend? Kann man sich als Zugezogener aus einer anderen Kultur hieran gewöhnen? Oder stößt es einem immer wieder auf? Ingrid Müller Münch hat sich auf die Suche nach Antworten begeben und ist dabei auf Klischees aber auch auf Überraschendes gestoßen.

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Die globalisierte Familie / WDR5 / Neugier genügt / 18. Min. Feature / 24.5.2011

Redaktion Dr. Ingrid König

Um Bruder oder Schwester zu sehen, Vater oder Mutter zu treffen, müssen immer mehr Menschen ins Flugzeug steigen und um die halbe Welt jetten. Familien leben heutzutage nicht mehr zwangsläufig in der gleichen Stadt,  die neuen Wohnorte liegen in Australien oder China. Gemeinsame Weihnachtsfeste oder Geburtstagsfeiern finden deshalb nur selten statt. Dennoch haben sie sich nicht aus den Augen verloren, verstehen  sich durchaus  als Familie. Ingrid Müller-Münch sprach mit vier Personen, die für eine herzliche Umarmung ihrer Angehörigen einmal um die halbe Welt reisen müssen.

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WDR5, Die telefonische Mordsberatung, 30.4.2011, Landgericht Mönchengladbach Schwurgerichtssaal

Redaktion Petra Brandl-Kirsch

Moderator: Thomas Hackenberg

Krimiexperten: Manfred Sarrazin, Reinhard Jahn, Ingrid Müller-Münch

Nachzuhören und Bücherliste unter „Die telefonische Mordsberatung“ bei goggle

WDR5, Bücher, 7.5.2011, Buch der Woche, Katja Thimm: Vatertage

Redaktion: Ruth Dickhoven

Katja Thimm: „Vatertage“ – eine deutsche Geschichte. S. Fischer-Verlag 2011, 18,95 Euro, ISBN 769039

Dass Katja Thimms Vater eine eigene Lebensgeschichte hat, merkt die Tochter spät, aber nicht zu spät um hieraus das Portrait eines Mannes zu entwerfen, der für eine ganze vergessene Generation steht: die der Kriegskinder. Es ist die berührende aber keineswegs rührselige Geschichte von Tochter und Vater, deren Rollen sich im Laufe der Jahre verändern: Das behütete Kind wird zur betreuenden Tochter, der starke Vater zum hilflosen Greis.

WDR5, Neugier genügt, Feature 18 Min, Leben in einer Bedarfsgemeinschaft, 29.3.2011

Leben in einer Bedarfsgemeinschaft

Redaktion Dr. Ingrid König

Zwei Menschen ziehen zusammen. Katharina  ist selbstständig, Michael arbeitslos, bezieht  Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt. Nachdem die beiden ein Jahr zusammen gelebt haben, bilden sie laut dem Zweiten Sozialgesetzbuch eine sogenannte „Bedarfsgemeinschaft“. Das bedeutet, dass nicht nur der arbeitslose Michael mit der Arbeitsagentur, der sogenannten ARGE, zu tun hat, sondern auch seine Partnerin ebenfalls mit all den Einschränkungen konfrontiert wird, die der Kontakt zur ARGE so mit sich bringt. Ingrid Müller-Münch hat sich von dem 47-jährigen Großhandelskaufmann Michael und der  31-jährigen selbstständig tätigen Sprachenlehrerin Katharina schildern lassen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben, auf ihre Beziehung hat. Die Bremer Rechtswissenschaftlerin Ursula Rust liefert hierzu den sachlichen Hintergrund. Sie vertritt derzeit die Mutter in einer Patchworkfamilie, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Ungerechtigkeit der Bedarfsgemeinschaft klagt.

WDR5, Scala, Buchbesprechung Biographie Dorothy Parker

Redaktion  Heidi Schöder/WDR5, Scala, 8.4.2011, live

 

Michaela Karl: „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“ – Dorothy Parker. Eine Biographie. Residenz Verlag, 24,90 Euro, Frühjahr 2011, ISBN 7017-3190-9

 

Die Künstlerszene von Manhattan in den roaring twenties – ohne Dorothy Parker und ihren Round Table im holzgetäfelten Oak Room des Algonquin Hotel kaum vorstellbar. Dort residiert die scharfzüngige Literatenqueen, die gnadenlose Theaterkritikerin, stylisch gekleidet mit weißen Handschuhen und Designerklamotten. Wie aus dieser rastlosen Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Dichterin eine vehemente Kommunistin wird, die dabei weder Martini noch Whisky verschmäht – dies alles schildert Michaela Karl humorvoll und mit viel Liebe für die Frau, die die Herausgeber von Vogue, Vanity Fair und den New Yorker durch ihre Scharfzüngigkeit zur Verzweiflung brachte.