NS-Verbrechen vor Gericht / Eine Prozessbeobachterin blickt zurück, SWR2, Tandem, 3.3.2014
NS-Verbrechen vor Gericht / Eine Prozessbeobachterin blickt zurück
Von Ingrid Müller-Münch
Redaktion Nadja Odeh
SWR2 Tandem, Sendetermin 3.3.2014
Die telefonische Mordsberatung Dezember 2013
Wieder einmal brüten drei Krimibegeisterte Mord und Totschlag aus – allerdings wie immer nur auf dem Papier. Die Liste der Krimis, die Reinhard Jahn, Ulrich Noller und Ingrid Müller-Münch unter Ermittlungsführung von Thomas Hackenberg und der Redaktion von Petra Brandl-Kirsch, erstellt haben, finden Sie im Internet unter „WDR5 / Die telefonische Mordsberartung.
„Wann ist ein Mord ein Mord“
Am 11.2.2014 wurde auf WDR5, Neugier genügt, mein Feature über die Bestrebungen des Anwaltvereins ausgestrahlt, der den § 211, Mord, aus dem Strafgesetzbuch streichen will. Unterstützt wird ein Entwurf der Strafverteidiger vom Bundesjustizminister, der ebenfalls eine Neuregelung des Mordparagraphen anstrebt.
Krimi-Service bei Scala auf WDR5, 28.2.2014
Heute wurde es international und weltumspannend. Ich habe zwei Krimis vorgestellt, einen aus Vietnam, einen, der in Kuba spielt. Bin also in die Ferne geschweift. Es hat sich in beiden Fällen gelohnt.
Nora Luttmer: „Der letzte Tiger“, Kommissar Ly ermittelt in Hanoi. Aufbau-Taschenbuch-Verlag. 9,99 Euro, End 2013, 746629612 /Mitten im Straßenverkehr von Hanoi wird der Fahrer eines PKWs von einem Tiger gebissen. Was hatte das unter Artenschutz stehende Tier auf dem Rücksitz eines Autos zu suchen? Und wie kam es, dass es zu früh aus der Narkose erwachte? Ein Krim in einem faszinierenden Ambiete, eine literarische Reise durch Hanoier Hinterhöfe, vorbei an Teeküchen, versüßt durch kulinarische Köstlichkeiten.
Peggy Blair: „Die Geister von Havanna“ – Inspector Ramirez ermittelt, Wunderlich, 1/14, ü. eng. Juliane Pahnke, 19,95, ISBN 9783805250252 /Der kanadische Polizist Mike Ellis reist mit seiner Frau nach Kuba. Es soll eine Versöhnungsfahrt werden – doch für Ellis endet sie im Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, einen kleinen kubanischen Jungen sexuell missbraucht und getötet zu haben. Kommissar Ramirez, auf Schritt und Tritt in seiner Fantasie begleitet von den Geistern der Ermordeten, freut sich zu früh über eine einfache Mordermittlung. Weiterlesen
WDR5, Gänsehaut-Krimitipp, 14.12.2013
John le Carré: „Empfindliche Wahrheit“, Ullstein, Winter 2013, Ü engl Sabine Roth, 24,99 Euro, ISBN 550080364 (eigentlich David John Moore Cornwell), 23. Buch, Doppelportrait seiner selbst Toby Bell und Christopher Probyn)
Kannten sich Edward Snowdon und John le Carré? Haben sich der reale Whistleblower und der Schriftsteller abgesprochen? Wenn nicht, dann hat Carré einen absoluten Volltreffer gelandet. Wenige Wochen bevor Snowdon die Welt mit seinen NSA-Infos schockte, erschien in London der 23. Roman des inzwischen 82jährigen Bestseller-Autors. Darin zeichnet er ein Szenario, das vor Snowdons Enthüllungen wohl kaum jemand geglaubt hätte. Die Geschichte: der alternder Diplomat Christopher Probyn wird zu einer Geheimmission bestellt. In der britischen Kronkolonie Gibraltar soll einem islamistischen Waffenhändler aufgelauert werden. Mit von der Partie: eine britische Spezialeinheit und eine Handvoll US-Söldner. Erst Jahre später, Probyn führt das beschauliche Leben eines Pensionärs in Cornwall, behauptet jemand, bei dieser Aktion sei kein Waffenhändler gestellt sondern eine unschuldige junge Mutter mit ihrem Kind erschossen worden. Fassungslos will Christopher Probyn die Sache klären. Er kontaktiert den jungen Toby Bell, seinerzeit Referent des zuständigen Ministers, der immer schon Zweifel an dieser Geheimaktion hatte. Plötzlich werden beider handys abgehört, ihre Wohnungen durchsucht, ihre Computer abgeschöpft, jeder Schritt und Tritt, den Toby Bell und Christopher Probyn machen, steht unter Beobachtung. John Le Carré mit der Nase vorn. Hochaktuell. Brandheiß. Verwickelt. Eine Story, die die volle Konzentration des Lesers erfordert. Mit Abschweifungen, die ich altersgerecht nennen würde. John le Carré kann es sich leisten. Er würde, sagte er kürzlich in einem Interview, inzwischen auch für die bloße Veröffentlichung des Telefonbuchs unter seinem Namen Geld bekommen.
Nazi-Verbrecher, WDR5, Neugier genügt, 20 Minuten Feature
Redaktion Ursula Daalmann /Feature 20.12.13/ Neugier genügt
Warum erst jetzt?
Fast 70 Jahre nach Kriegsende wird endlich mit Elan nach NS-Verbrechern gefahndet.
Am 20. Dezember 1963, heute vor genau 50 Jahren, begann im Plenarsaal des Frankfurter Römers der erste große sogenannte Auschwitz-Prozess. Damals schon versuchte der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, die in den Vernichtungslagern begangenen Morde als eine Gesamttat zu werten, an der jeder aus der Lagerverwaltung mitwirkte – ob er nun in der in der Kleiderkammer oder beim Aufsichtspersonal tätig war. Bauer kam damit nicht durch. Die Konsequenz: Jahrzehntelang wurden die Verbrechen von Nazi-Tätern vor Gericht scheibchenweise in Kleinst-Taten zerlegt. Solange, bis kaum noch etwas übrig blieb. Und immer wurde so getan, als müsste dies so sein. Bis zum Jahr 2009, als sich diese Sichtweise plötzlich durch den Prozess gegen den KZ-Wächter John Demjanjuk radikal änderte. Seitdem wird versucht, auch die letzten noch lebenden KZ-Schergen vor Gericht zu stellen. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum startete die Plakataktion „Operation Last Chance II“. Die Bevölkerung wird aufgerufen, bei der Suche nach möglichen Tätern mitzuhelfen – bei einer ausgesetzten Belohnung von 25.000 Euro. Was ist geschehen, dass plötzlich so ein Eifer an den Tag gelegt wird? Wodurch entstand die neue juristische Sichtweise? Ingrid Müller-Münch beschreibt den mühseligen Weg hin zu einem angemessenen strafrechtlichen Umgang mit KZ-Aufsehern.
Die telefonische Mordsberatung, 26.10.2013
Aus der Aachener Stadtbücherei senden wir diesmal. Wieder stellen Ulrich Noller, Reinhard Jahn und ich neue Krimis vor. Moderation Thomas Hackenberg. Redaktion Petra Brandl.
Wenn die Frau das Geld verdient, WDR5, Neugier genügt
In einem Live-Gespräch diskutiere ich das Thema am 3.10.2013 auf WDR 5
WDR5, Scala, Service Kultur: 2 Krimis
Am 24.9.2013 habe ich zwei Krimis bei Scala vorgestellt:
– Petros Markaris: Abrechnung
-Linwood Barclay: Frag die Toten