Radiofeature

WDR, 10 Minuten über Arge-Konflikt, Neugier genügt

Wer  es mit der ARGE zu tun bekommt ist arm dran. Wer sich nicht alles schriftlich bestätigen läßt, wer auf mündliche Zusagen setzt, zieht den Kürzeren. Diese Erfahrung macht gerade Sabine Welter. Die ehemalige Hausfrau und Mutter von drei Kindern  ist 40 Jahre alt. Durch ihre Scheidung wurde sie zur Hartz-IV-Empfängerin. Das wollte sie auf gar keinen Fall bleiben – und hatte Erfolg.   Weiterlesen

Vandalismus-Feature, 18 Min. WDR5, Neugier genügt, 19.10.09

Sie hausen wie die Vandalen. So heißt es über Menschen, die Zerstörung und Chaos anrichten. Auf zwei bis drei Millionen Euro beziffert  die Kölner Polizei den Schaden, der durch eine solche Zerstörungswut  jährlich in ihrem Zuständigkeitsbereich anfällt. Fast die Hälfte dieser Summe entsteht durch willkürliches Zerkratzen und Zertrümmern von PKWs. Durch abgeknickte Radioantennen, zerschlagene Scheiben. Etwa 20 Prozent der eingegangenen Strafanzeigen basieren auf Graffiti-Schmierereien. Sascha, einer derjenigen, die für einen derartigen Vandalismus bestraft wurden, will zwar nicht gerne mit seinem richtigen Namen im Radio genannt werden. Erzählte Ingrid Müller-Münch aber bereitwillig, was ihn zu seiner Tat bewog.  Weiterlesen

In der letzten Lebensphase – geborgen und gut aufgehoben

In der letzten Lebensphase – geborgen und gut aufgehoben

Ein Düsseldorfer Seniorenwohnstift bietet Komfort, Freundlichkeit und Hotalatmosphäre zu einem bezahlbaren Preis. Weiterlesen

Vom Reichsein und vom Abgebenkönnen, WDR5, Neugier genügt, 28.08.2009

Reiche, die nicht gierig raffen, sondern bereit sind, freiwillig etwas abzugeben – durchaus eine Seltenheit. Doch es gibt sie. Ingrid Müller-Münch hat einige derjenigen aufgesucht, die sich in der Initiative „Vermögender für eine Vermögensabgabe“ engagieren. Insgesamt 35 wohlhabende Bürger haben sich hier zusammengeschlossen, weil sie es ungerecht finden, dass die Lasten der Finanzkrise auf den Schultern aller Steuerzahler abgeladen werden. Sie finden, dass Vermögende, die über 500.000 Euro auf dem Konto haben, hiervon einen Teil abgeben können. Welche Motive sie zu ihrem ungewöhnlichen Schritt und zu ihrem Aufruf veranlasste, offenbaren sie in dem Feature. Weiterlesen

WDR5, Neugier genügt, 25.05.2009 Feature 18 Minuten Die unerträgliche Ungewissheit

Wenn Kinder dauerhaft verschwinden

Etwa 100.000 Vermisstenanzeigen, die sich auf Kinder und Jugendliche beziehen, gehen jährlich bei der Polizei ein. Die meisten sind schnell wieder da – das sind klassische Ausreißer, die sich nach Stunden oder Tagen wieder bei ihren Eltern melden. Doch rund 1.600 Kinder und junge Erwachsene bleiben dauerhaft vermisst. Zum Internationalen Tag des vermissten Kindes sollen Eltern zu Wort kommen, die – seit vielen Monaten oder Jahren – nicht wissen, wo sich ihr Sohne oder ihre Tochter aufhält. Der Schmerz dieser Eltern hat viel mit Ungewissheit zu tun. Mit der bohrenden Frage, wie es ihrem Kind gehen mag, ob es noch lebt. Der individuelle Schmeerz dieser Eltern läss ich nicht relativieren, der Hintergrund jedes einzelnen Falles bleibt möglicherweise immer im Dunkeln. Auch die Mitarbeiter der Initiative Vermisste Kinder können nicht die jeweiligen Entstehungsgeschichten der Fälle, die an die herantragen werden, recherchieren.  Ingrid Müller-Münch sprach mit zwei Eltern und dem Sprecher einer Initiative, die Eltern bei der Suche nach ihren Kindern unterstützt. Weiterlesen

SWR2, Redaktion Leben. 20.7.09 Feature: Für den Rest des Lebens

Die Suche nach dem passenden Seniorenheim

Wo nur soll ich hin, wenn mich meine Füße nicht mehr die vier Etagen hoch in meine geliebte Kölner Südstadt-Wohnung tragen? Meine 88jährige Mutter hat ihren Platz gefunden, in einem Düsseldorfer Seniorenstift, das seinesgleichen sucht. Ausschlaggebend für ihre Entscheidung, ihre 100Quadratmeter große Wohnung gegen ein 30Quadratmeter-Apartment mit Kochnische und wunderschönem Sonnenbalkon einzutauschen, waren letztlich Kleinigkeiten: Das Schwimmbad im Haus, der Theatersaal, die Kneipe im Keller, der Kuchen aus Düsseldorfs renommiertester Konditorei, die Hauskatze mit dem abgebissenen Schwanz, die von den Senioren akzeptiert und geliebt wird. Dazu das Versprechen,bei Krankheit zunächst in der eigenen Wohnung gepflegt zu werden. Vor allem aber die Atmosphäre von Gelassenheit, Zugewandtheit und Professionalität hatte es ihr angetan.  Meine Mutter ist glücklich, hier, wo sie nun lebt. Würde mir so eine Einrichtung auch gefallen? Ich habe mich umgeschaut in „Haus Lörick“ und könnte mir vorstellen, ein paar meiner Freunde zu überreden, den letzten Rest des Lebens irgendwann einmal genau hier zu verbringen.

WDR5, POLITIKUM, 2.9.08 Was hat sich seit dem Foltermord in der JVA Siegburg geändert?

Gespräch über die Veränderungen im Siegburger Knast nach dem Foltermord.

SWR2, Redaktion Leben: Feature 25 Min., 8.12.2008 Doppelbürger auf Zeit

Seda, Sema und Hasim müssen sich für ein Land entscheiden

Wo gehören sie hin? Was ist ihre Heimat? Mit dieser Frage müssen sich von diesem Jahr an tausende junger Migranten und Migrantinnen befassen. So wie die drei türkischstämmigen Jugendlichen Seda, Sema und Hasim. Sie alle wurden dank des im Jahr 2.000 in Kraft getretenen neuen Staatsbürgerschaftsrecht sogenannte „Doppelbürger“. Also Menschen, die über zwei Pässe verfügen: den deutschen und den des Heimatlandes ihrer Eltern. Doch damit ist nun Schluss. Denn in diesem Jahr wurden die ersten dieser „Doppelbürger“ volljährig. Damit beginnt für sie die sogenannte Optionsphase. Das heißt, sie müssen sich entscheiden. Bis zu ihrem 23. Geburtstag haben sie Zeit,  entweder die deutsche oder die türkische Staatsbürgerschaft zu wählen. Beides geht nicht mehr. Eine Entscheidung, die vor allem meist Jugendliche betrifft, deren Eltern aus der Türkei nach Deutschland einwanderten.  Ingrid Müller-Münch hat mit Seda, Sema und Hasim über die Qual der Wahl  gesprochen und sich informiert, was eine solche Entscheidung für diese jungen Leute bedeutet. Weiterlesen

WDR5, Neugier genügt, 13.2.09, 18-Min-Feature Beate Klarsfeld wird 70

Heute feiert eine Frau ihren 70. Geburtstag, die einen Großteil ihrer Lebenskraft in  die Vergangenheitsaufarbeitung in diesem Land investiert, ja sie angetrieben hat: Beate Klarsfeld gilt seit dem Tag an dem sie den deutschen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger ohrfeigte als die Frau, die vor nichts und niemandem Respekt hat.  Die einen waren ihr dankbar dafür, dass sie endlich Nazitäter entlarvte und bloßstellte. Andere sahen in ihr nichts weiter als eine  Unruhestifterin. Ingrid Müller-Münch hat Beate und ihren Mann Serge Klarsfeld einen Stück ihres Weges begleitet. 1980 im Kölner Prozess gegen Kurt Lischka, der wegen Beihilfe zum Mord an den über 70.000 aus Frankreich deportierten Juden vor Gericht stand. 1987 traf sie beide wieder in Lyon während des Prozesses gegen den berüchtigten Schlächter Klaus Barbie. Zehn Jahre später dann in Bordeaux, wo der einstige Generalsekretär des Departements Gironde, Maurice Papon, zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Als die Klarsfelds später immer wieder versuchten, den Judenjäger Alois Brunner in Syrien aufzuspüren, hat sie auch hierüber berichtet. Nun sprach sie mit Beate und Serge Klarsfeld in deren Pariser Büro, von wo aus Beide noch heute ihren andauernden Kampf gegen das Vergessen führen. Weiterlesen

WDR5, Neugier genügt, 18.3.09 O-Ton-Feature 18 Minuten Sprengsatz unterm Küchentisch

Über Männer, die kleine Brötchen backen und Frauen, die sie bezahlen

Frauen verdienen die Kohle, Männer sind ohne Job.  Ein Thema voller Sprengkraft und Brisanz.  In den USA  bringen inzwischen ein Viertel der arbeitenden Frauen mehr Geld als ihre Männer nach Hause. Zählt man die Frauen hinzu, deren Männer arbeitslos sind, dann verdient sogar jede dritte US-Frau mehr als ihr Partner. In Deutschland gibt es hierzu noch keine Statistik.  Eine besserverdienende Frau ist  ein massives Problem für die Beziehung. Nach außen hin tun Beide gerne so, als wäre alles wie bisher. Der Mann versucht verschämt sein Gesicht zu wahren, während er sich längst in die Warteschleifen der ARGE einreihen musste. Wäre dies umgekehrt, hätten Frauen keinen Job,  dann gäbe es für ihre Situation einen Namen: Sie würden zur Hausfrau, würden kochen, putzen, einkaufen. Niemand würde sie hierfür verachten. Alles wäre ganz normal. Männer, die nicht als sogenannter „Hausmann“ eine Auszeit nehmen, um die kleinen Kinder zu versorgen, sondern die ungewollt ihre Rolle als Familienernährer verlieren, fallen in eine gesellschaftlich heikle Position, in ein namensloses Loch. Aber auch Männer, die von Beginn der Beziehung an nicht der Ernährer der Familie sein können, haben Probleme, damit klarzukommen. Ebenso wie ihre Frauen, die auf eine solche Rollenveränderung nicht vorbereitet sind. Ingrid-Münch hat Betroffene erzählen lassen, wie sie mit diesem Problem umgehen, wie die Umwelt auf sie reagiert, und ob trotzalledem eine solche Beziehung funktionieren kann.